Matthias Berg, Reiko Honshoh
Franziska Loos – “Generation Anything” - Back

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Das Leben von Matthias Berg (*1961) dreht sich um das Triangel aus Musik, Juristerei und Sport. In allen drei Bereichen hat er seine Talente zu herausragendem Können entwickelt. „Das kommt halt dabei raus, wenn man Humor, Zielstrebigkeit, Begeisterung und eine Contergan­behinderung miteinander kombiniert.“

Matthias Berg kommt über das Jagdhorn mit 7 Jahren zum Horn. Nach erstem Unterricht bei seinem Vater wird er im Alter von 13 Jahren Jung­studierender an der Musikhochschule Freiburg. Von 1975 bis 1981 erhält er ein Stipendium der Heinrich-Strobel-Stiftung, der Talentförderung des Südwestfunks. Vier Mal nimmt er am Wettbewerb Jugend Musiziert teil und erringt jedes Mal einen der vorderen Plätze auf Bundes­ebene; 1981 wird er Bundessieger.

Seit 1981 studiert er Horn bei Prof. Ifor James an der Musikhochschule Freiburg und parallel dazu Rechtswissenschaften an der Universität Freiburg. Beide Studien schließt er erfolgreich ab. Beim Internationalen Hornwettbewerb in Toulon/Frankreich 1986 wird er mit dem Prix Spéciale de Classique ausgezeichnet. Von 1984 bis 1989 ist er 1. Hornist des Orchesters Musik der Jahrhunderte unter Manfred Schreier. 1991 wird er für seine musikalischen und sportlichen Erfolge mit dem Förderpreis der Wirtschaft am Oberrhein „für künstlerisches Talent und hervorragende Leistung“ ausgezeichnet. Er ist Teilnehmer Internationaler Meisterkurse bei Hermann Baumann, Michael Höltzel, Peter Damm und anderen. Seit vielen Jahren ist er selbst Dozent bei Meisterkursen im In- und Ausland.

Konzerttourneen als Solist führen ihn nach Japan, in die USA und durch weite Teile Europas. Als Kammermusiker ist er Mitbegründer diverser Ensembles, wie dem Berg-Trio (Mezzosopran, Horn und Klavier), den Classic Horns (Hornquartett), dem Duo Horn und Orgel sowie dem vorliegenden Duo Horn und Klavier. Er wirkt als Solist und Orchestermusiker an zahlreichen Fernseh-, Rundfunk- und CD-Produktionen mit.

Matthias Berg gehört als alpiner Skirennläufer und Leichtathlet in den Jahren von 1980 bis 1994 zu den erfolgreichsten Behindertensportlern der Welt. Er gewinnt bei Paralympics und Weltmeisterschaften insgesamt 11 Gold-, 10 Silber- und 6 Bronzemedaillen. Zudem ist er 39-facher Deutscher Meister. Als überzeugter „Überläufer“ vom Sportler zum Funktionär vertritt er den Behindertensport in nationalen und internationalen Gremien. Er ist Volljurist und arbeitet als Erster Landesbeamter und Stellvertreter des Landrats im Landratsamt Esslingen.

Reiko Honshoh, Pianistin aus Tokio, studiert zunächst an der Toho School of Music (Japan) und beendet ihr Examen mit der höchsten Auszeichnung. Anschließend geht sie nach Europa an die Musikhochschulen in Leipzig und Wien, um bei den Professoren J. Date, H. Nakamura, J. Dichter und J. Fischer Meisterkurse zu absolvieren.

Reiko Honsho ist eine der führenden Pianistinnen Japans. Während ihrer mehr als 40-jährigen Karriere als Mitglied eines der weltweit renommiertesten Orchester, dem NHK Symphony Orchestra in Tokyo, ist sie mit diesem Orchester Solistin zahlreicher Klavierkonzerte. Sie spielt unter Dirigenten, wie I. Strawinski, H. v. Karajan, D. Kabalewski, W. Sawallisch und S. Ozawa. Frau Honshoh konzertiert sowohl mit allen führenden Orchestern Japans als auch mit weltberühmten Orchestern, wie den Berliner Philharmonikern oder den Wiener Philharmonikern anlässlich von deren Japan-Tourneen.

Ein besonderer Schwerpunkt des künstlerischen Schaffens von Frau Honshoh ist die Kammermusik. Sie gehört zu den gefragtesten Klavierpartnerinnen und tritt weltweit mit führenden Instrumentalisten auf. Sie wurde vielfach für ihre herausragenden künstlerischen Fähigkeiten ausgezeichnet und hat an unzähligen Rundfunk-, Fernseh-, Platten- und CD-Aufnahmen mitgewirkt.

Reiko Honshoh genießt in der Musikwelt hohes Ansehen für ihre besondere Fähigkeit, sich in allen Stilen der Musikliteratur zuhause zu fühlen, vom Barock bis hin zur zeitgenössischen Musik.